Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 02 Bevölkerung und bevölkerungsspezifische Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems


 
Indikator (K)
02.013
 

Höchster allgemeiner Schulabschluss (Auswahl) der ab 15-jährigen Bevölkerung in Thüringen (im Zeitvergleich) nach Geschlecht

 

Definition

Der Schulabschluss ist ein Kriterium für die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht. Der Mikrozensus richtet die Fragen zum Schulabschluss ausschließlich an Personen ab 15 Jahren, die gegenwärtig keine allgemeinbildende Schule besuchen. Als Fachhochschul-/Hochschulreife gilt das Abschlusszeugnis der Oberstufe eines Gymnasiums/Fachgymnasiums, einer integrierten Gesamtschule u. ä. Einrichtungen, das zum Hochschulstudium berechtigt. Personen, die den Besuch an einer entsprechenden Schule des so genannten zweiten Bildungsweges (z. B. Abendgymnasium, Kolleg usw.) zur Erlangung der Hochschulreife beendet haben, sind einbezogen. Demzufolge zählen zum höchsten allgemeinen Schulabschluss die allgemeine und fachgebundene Hochschulreife (Abitur/Fachabitur).

Es besteht Auskunftspflicht, nur für Personen ab 51 Jahren war bis 2004 die Beantwortung dieser Fragen freiwillig. Die im Indikator berechneten Prozentanteile werden auf die Zahl derjenigen bezogen, die die Fragen beantwortet haben. Personen ohne Angabe eines Schulabschlusses wurden nicht zur Kategorie ohne Schulabschluss hinzugezählt, weil seit 2005 Auskunftspflicht für diese Frage besteht.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

Mikrozensus

Periodizität

Jährlich; ab 2005 wurde der Mikrozensus als kontinuierliche Erhebung durchgeführt. D.h. die Befragung der Haushalte erfolgte nicht mehr zu einer einheitlichen Woche im Jahr sondern wöchentlich über das Jahr verteilt, wobei jeder Haushalt nur einmal im Jahr befragt wird.

Validität

Je höher die Ausschöpfungsquote einer Zufallsstichprobe ist, desto geringer ist das Risiko, dass die ermittelten Stichprobenergebnisse im Hinblick auf die Grundgesamtheit Verzerrungen aufweisen. In der Mikrozensus-Stichprobe wird eine hohe Ausschöpfung erzielt durch die Kombination von mündlicher Befragung durch Interviewer (als Erhebungsmethode erster Wahl) und schriftlicher Befragung (auf Wunsch des ausgewählten Haushalts bzw. bei Nichterreichbarkeit durch die Interviewer). Der Nonresponse wird möglichst gering gehalten durch mehrmalige Versuche der Interviewer, die Interviewpartner anzutreffen und durch Überprüfung und Nachfragen bei Antwortausfällen bzw. unplausiblen Antworten.

Felder mit hochgerechneten Besetzungszahlen von unter 5 000, d. h. mit weniger als 50 Fällen in der Stichprobe, sollten für Vergleiche nicht herangezogen werden, da sie bei einem einfachen relativen Standardfehler von über 15 % nur noch einen geringen Aussagewert haben.

Kommentar

Im Mikrozensus wird jedes Jahr ein Prozent der Haushalte befragt, deren Auswahl durch eine repräsentative Zufallsstichprobe zuverlässige Hochrechnungen auf die Gesamtheit aller Bundesbürger erlaubt.

Der Indikator beschränkt sich auf die Anteile der Bevölkerung mit dem höchst möglichen und mit gar keinem allgemeinen Schulabschluss. Abschlüsse an Haupt-/Volksschulen, Realschulen oder Polytechnischen Oberschulen der ehemaligen DDR bleiben unberücksichtigt (in der Bezugszahl für die Prozentanteile sind sie jedoch enthalten). Die Daten liegen nicht auf Kreisebene vor.

Der Indikator zählt zu den demographischen Gesundheitsdeterminanten.

Vergleichbarkeit

Es gibt keinen ähnlichen WHO-Indikator. Die OECD-Indikatoren zu EDUCATION AND TRAINING beziehen sich auf die ISCED-Klassifikation und sind nicht direkt vergleichbar. Für den EU-Indikatorensatz sind detaillierte Angaben zu EDUCATION ATTAINMENT vorgesehen. Der Key-Indikator der EU lautet % OF 18 TO 24-YEAR-OLD NOT IN EDUCATION AND WITH LOW QUALIFICATION.

Originalquellen

Publikationen der Länder zu den verwendeten Datenquellen, z. B. Statistischer Bericht.

Dokumentationsstand

12.09.2002, SenGesSozV - Berlin/lögd; Anpassung/Ergänzung 2006 - TLS