Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 02 Bevölkerung und bevölkerungsspezifische Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems


 
Indikator (L)
02.016
 

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Thüringen (Jahr) nach Kreisen

 

Definition

Das verfügbare Einkommen gibt Aufschluss über die potenzielle Kaufkraft der privaten Konsumenten im Land (Indikator 2.15), und die Einkommenswerte je Einwohner erlauben den Vergleich mit anderen Regionen (Indikator 2.16).

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ergibt sich aus den Bruttoerwerbs- und Vermögenseinkommen der privaten Haushalte abzüglich geleisteter laufender Übertragungen (Transfers), d. h. direkte Steuern und Sozialbeiträge (entspricht den Nettoerwerbs- und Vermögenseinkommen) zuzüglich empfangener laufender Übertragungen. Diese Definition entspricht dem europäischen System volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 95) und wird seit dem Jahre 1998 in Deutschland verwandt. Der Indikator wird als Zeitreihe (2.15) und als Regionaltabelle (2.16) geführt.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder

Periodizität

Jährlich, Jahresdurchschnittswerte

- jährliche Überarbeitung der letzten 2-3 Jahre (laufende Vervollständigung der Ausgangsdaten für die Berechnungen)

Validität

Die Qualität des Indikators verbessert sich mit der Vervollständigung der verfügbaren Ausgangsdaten

Kommentar

Die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder weist das verfügbare Einkommen für den Sektor der privaten Haushalte einschließlich dem Sektor der privater Organisationen ohne Erwerbszweck aus, da die statistischen Daten - angesichts der engen monetären Verflechtung beider Sektoren - für eine getrennte Darstellung nicht ausreichen. Allerdings kommt den privaten Organisationen nur ein relativ geringes Gewicht zu.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ist der Betrag, der für Konsumzwecke und für die Ersparnisbildung zur Verfügung steht und kann daher als Indikator des materiellen Wohlstandes der Bevölkerung angesehen werden.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ergibt sich aus den empfangenen Primäreinkommen (empfangenes Arbeitnehmerentgelt, Betriebsüberschuss und Selbstständigeneinkommen und Saldo der empfangenen und geleisteten Vermögenseinkommen) nach Abzug der geleisteten laufenden Transfers und Hinzufügen der der empfangenen laufenden Transfers.

Zu den geleisteten laufenden Transfers zählen: die Sozialbeiträge, die direkten Steuern, wie Lohn- und Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer, Steuern im Zusammenhang mit dem privaten Verbrauch (z. B. Kfz-Steuern, Hundesteuern), weiterhin Nettoprämien an Schadenversicherungen.

Zu den empfangenen laufenden Transfers zählen: überwiegend monetäre Sozialleistungen (Geldleistungen aus den Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherungen, Arbeitslosen- und Sozialhilfeleistungen, Leistungen aus privaten Sicherungssystemen, Sozialleistungen der Arbeitgeber, Kriegsopferversorgung u.a.) und Leistungen aus Schadenversicherungen.

Der Indikator zählt zu den demographischen Gesundheitsdeterminanten.

Vergleichbarkeit

Der WHO-Indikator 0260 990001 GROSS DOMESTIC PRODUCT, US$ PER CAPITA (Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, gemessen in US-Dollar) ist mit dem OECD-Indikator FINAL CONSUMPTION EXPENDITURE OF HOUSEHOLDS(Konsumausgaben der privaten Haushalte) nicht vergleichbar. Im EU-Indikatorensatz sind Indikatoren zu POPULATION BY INCOME LEVEL (Bevölkerung nach Einkommensgruppen) vorgesehen.

Originalquellen

Arbeitskreis VGR der Länder

Dokumentationsstand

12.09.2002, SenGesSozV - Berlin/lögd, Anpassung/Ergänzung 2006 - TLS