Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 02 Bevölkerung und bevölkerungsspezifische Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems


 
Indikator (K)
02.017
 

Monatliches Nettoeinkommen von Thüringer Familien mit ledigen Kindern (Jahr)

 

Definition

Das monatliche Nettoeinkommen von Familien ist ein indirektes Kriterium für die Verteilung von Armut und Reichtum in der Bevölkerung.

Bis 2004 zählte als Familie im Sinne der amtlichen Statistik - in Anlehnung an Empfehlungen der Vereinten Nationen - Ehepaare ohne und mit Kind(ern) sowie allein erziehende ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene und verwitwete Väter und Mütter, die mit ihren ledigen Kindern im gleichen Haushalt zusammen leben. Ab 2005 gehören zu den Familien Ehepaare mit ledigen Kindern, nichteheliche Lebensgemeinschaften mit ledigen Kindern, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit ledigen Kindern und Alleinerziehende.

Das Nettoeinkommen wird durch eine Selbsteinstufung der Befragten in vorgegebene Einkommensgruppen ermittelt. Das ausgewiesene Nettoeinkommen ergibt sich aus dem Bruttoeinkommen abzüglich Steuern, Sozialversicherung und ähnlicher Beiträge. Bei unregelmäßigem Einkommen ist der Nettodurchschnitt im Jahr abzugeben. Bei selbstständigen Landwirten und unbezahlt mithelfenden Familienangehörigen Selbstständiger wird das Nettoeinkommen nicht erfragt.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

Mikrozensus

Periodizität

Ab 2005 wurde der Mikrozensus als kontinuierliche Erhebung durchgeführt. D.h. die Befragung der Haushalte erfolgte nicht mehr zu einer einheitlichen Woche im Jahr sondern wöchentlich über das Jahr verteilt, wobei jeder Haushalt nur einmal im Jahr befragt wird.

Validität

In der Mikrozensus-Stichprobe wird eine hohe Ausschöpfung erzielt durch die Kombination von mündlicher Befragung durch Interviewer (als Erhebungsmethode erster Wahl) und schriftlicher Befragung (auf Wunsch des ausgewählten Haushalts bzw. bei Nichterreichbarkeit durch die Interviewer).

Der Vergleich mit der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigt, dass die tatsächlichen Haushaltsnettoeinkommen deutlich über den von den im Mikrozensus Befragten selbst geschätzten liegen. Trotzdem sind die Ergebnisse aus dem Mikrozensus unverzichtbar, da sie einen Vergleich der Einkommen verschiedener Haushalts- und Familienformen zulassen, die von der EVS nicht erfasst werden, und zudem jährlich vorliegen (EVS alle 5 Jahre).

Kommentar

Im Mikrozensus wird jedes Jahr ein Prozent der Haushalte befragt, deren Auswahl durch eine repräsentative Zufallsstichprobe zuverlässige Hochrechnungen auf die Gesamtheit aller Bundesbürger erlaubt.

Der Indikator zählt zu den demographischen Gesundheitsdeterminanten.

Vergleichbarkeit

Es gibt keine vergleichbaren WHO- und OECD-Indikatoren. Im EU-Indikatorensatz sind Indikatoren zu POPULATION BY INCOME LEVEL/INCOME DISTRIBUTION.

Originalquellen

Publikationen der Länder zu den verwendeten Datenquellen, z. B. Statistisches Jahrbuch.

Dokumentationsstand

12.09.2002, SenGesSozV - Berlin/lögd; Anpassung/Ergänzung 2006 - TLS