Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Themenfeld 02 Bevölkerung und bevölkerungsspezifische Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems


 
Indikator (K)
02.019
 

Alleinerziehende mit ledigen Kindern bis unter 18 Jahren, Thüringen (im Zeitvergleich)

 

Definition

Alleinerziehende stellen eine sozial und gesundheitlich besonders belastete Gruppe dar. Bis 2004 zählten zu den Alleinerziehenden ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene und verwitwete Mütter und Väter, die mit ihren ledigen Kindern zusammenlebten. Es war unerheblich, ob außer dem allein erziehenden Elternteil und den Kindern noch weitere Personen in dem Haushalt lebten (z. B. nichteheliche Lebensgemeinschaft).

Ab 2005 zählen zu den Alleinerziehenden Mütter und Väter, die ohne Ehe- oder Lebendpartner mit ihren minder- oder volljährigen ledigen Kindern in einem Haushalt zusammen leben.

Erwerbslose sind Personen ohne Arbeitsverhältnis, die sich jedoch um eine Arbeitsstelle bemühen. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob eine Arbeitslosenmeldung bei der Agentur für Arbeit vorliegt. Insofern ist der Begriff der Erwerbslosen umfassender als der Begriff der Arbeitslosen. Andererseits zählen Arbeitslose, die vorübergehend geringfügige Tätigkeiten ausüben, nach dem Erwerbskonzept nicht zu den Erwerbslosen, sondern zu den Erwerbstätigen.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

Mikrozensus

Periodizität

Ab 2005 wurde der Mikrozensus als kontinuierliche Erhebung durchgeführt. D.h. die Befragung der Haushalte erfolgte nicht mehr zu einer einheitlichen Woche im Jahr sondern wöchentlich über das Jahr verteilt, wobei jeder Haushalt nur einmal im Jahr befragt wird.

Validität

Je höher die Ausschöpfungsquote einer Zufallsstichprobe ist, desto geringer ist das Risiko, dass die ermittelten Stichprobenergebnisse im Hinblick auf die Grundgesamtheit Verzerrungen aufweisen. In der Mikrozensus-Stichprobe wird eine hohe Ausschöpfung erzielt durch die Kombination von mündlicher Befragung durch Interviewer (als Erhebungsmethode erster Wahl) und schriftlicher Befragung (auf Wunsch des ausgewählten Haushalts bzw. bei Nichterreichbarkeit durch die Interviewer). Der Nonresponse wird möglichst gering gehalten durch mehrmalige Versuche der Interviewer, die Interviewpartner anzutreffen und durch Überprüfung und Nachfragen bei Antwortausfällen bzw. unplausiblen Antworten.

Felder mit hochgerechneten Besetzungszahlen von unter 5 000, d. h. mit weniger als 50 Fällen in der Stichprobe, sollten für Vergleiche nicht herangezogen werden, da sie bei einem einfachen relativen Standardfehler von über 15 % nur noch einen geringen Aussagewert haben.

Kommentar

Im Mikrozensus wird jedes Jahr ein Prozent der Haushalte befragt, deren Auswahl durch eine repräsentative Zufallsstichprobe zuverlässige Hochrechnungen auf die Gesamtheit aller Bundesbürger erlaubt.

Alleinerziehende insgesamt können ledigen Kinder in beiden aufgeführten Altersgruppen haben, die Ergebnisse der Summierung weichen deshalb von den Insgesamt-Werten ab. Der Indikator zählt zu den demographischen Gesundheitsdeterminanten.

Vergleichbarkeit

Es gibt keinen vergleichbaren WHO- und OECD-Indikator. Im EU-Indikatorensatz sind vergleichbare Indikatoren zu POPULATION BY HOUSEHOLD SITUATION vorgesehen. Die Daten liegen bei Eurostat vor.

Originalquellen

Publikationen der Länder zu den verwendeten Datenquellen, z. B. Statistischer Bericht.

Dokumentationsstand

12.09.2002, SenGesSozV - Berlin/lögd; Anpassung/Ergänzung 2006 - TLS