Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 03 Gesundheitszustand


 
Indikator (K)
03.006
 

Sterbefälle je 100 000 Einwohner in Thüringen (Jahre) nach Alter und Geschlecht

 

Definition

Alters- und geschlechtsspezifische Sterbeziffern machen den Einfluss des Alters, aber auch des Geschlechts auf die Sterblichkeit deutlich. Alters- und geschlechtsspezifische Sterbeziffern geben die Anzahl der Gestorbenen nach Altersgruppen und Geschlecht je 100 000 Einwohner des gleichen Alters und Geschlechts an.

Die direkt standardisierten Sterbeziffern wurden auf der Grundlage der alten Europabevölkerung (1966) bis zur Altersgruppe "85 Jahre und älter" berechnet (s. auch Definition zu den Indikatoren 3.1 - 3.4).

Die Zahl der Gestorbenen enthält nicht die Totgeborenen, die nachträglich beurkundeten Kriegssterbefälle und die gerichtlichen Todeserklärungen. Unberücksichtigt bleiben außerdem alle Gestorbenen, die Angehörige der im Bundesgebiet stationierten ausländischen Streitkräfte sind, sowie minderjährige Verstorbene, deren Väter bzw. bei Nichtehelichen, deren Mütter Angehörige der im Bundesgebiet stationierten ausländischen Streitkräfte sind.

Für die Registrierung der Sterbefälle ist unabhängig vom Sterbeort die letzte Wohngemeinde, bei mehreren Wohnungen die Hauptwohnung des Gestorbenen maßgebend (Quelle: NLS).

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

• Statistik der Sterbefälle

• Fortschreibung des Bevölkerungsstandes

Periodizität

Jährlich

Validität

Die Validität setzt die Weiterleitung einer Todesbescheinigung an das zuständige Einwohnermeldeamt voraus, so dass Verstorbene in die Statistik der Kommune und des Bundeslandes eingehen, in der/dem sie mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet waren.

Kommentar

Die altersspezifischen Sterberaten werden aufgrund der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung bis zur Altersgruppe 95 und mehr Jahre berechnet, auf Grund zu geringer Fallzahlen in Thüringen nur bis zur Altersgruppe 90 und älter.

Die altersspezifischen Sterberaten zeigen einen exponentiellen Anstieg der Sterblichkeit im Alter mit einem bereits im jüngeren Alter beginnenden Anstieg der Sterblichkeit der Männer. Weiterhin zeigen sich Unterschiede in der Sterblichkeit zwischen den Geschlechtern identischer Altersgruppen wie z. B. eine vermehrte Sterblichkeit von Jungen im Säuglingsalter und eine erhöhte unfallbedingte Sterblichkeit bei jungen Männern (unter 20 Jahren). Im Gegensatz dazu zeigen die altersstandardisierten Sterbeziffern an, wie die Sterblichkeit in der Bevölkerung wäre, wenn die Altersstruktur der Standardbevölkerung (höchste standardisierte Altersgruppe: "85 Jahre und älter") zu Grunde läge.

Der Indikator zählt zu den Ergebnisindikatoren.

Vergleichbarkeit

Weder im WHO-, im OECD- noch im EU-Indikatorensatz werden altersspezifische Sterberaten als eigenständiger Indikator geführt.

Der bisherige GMK-Indikator 3.2 ist mit dem neuen Indikator 3.5 bis auf die Erhöhung der Altersgruppen von 85 und mehr Jahre auf 90 bzw. 95 und mehr Jahre vergleichbar. Die Begriffe BERICHTSZEITRAUM und VERGLEICHSZEITRAUM entsprechen den Begriffen BERICHTSJAHR und JAHR im neuen Indikator.

Originalquellen

Publikationen der Statistischen Landesämter, z. B. Statistische Jahresberichte, Standardtabellen der Statistischen Datenbanken oder weitere regionalstatistische Quellen.

Dokumentationsstand

04.11.2002, nlga/lögd; Anpassung/Ergänzung 2008 - TLS