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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 03 Gesundheitszustand


 
Indikator (K)
03.024
 

Krankenhausfälle in Thüringen (im Zeitvergleich) nach Geschlecht

 

Definition

Daten über stationäre Behandlungen sind wichtige Strukturdaten für die Planung und Gestaltung der Krankenhausversorgung. Sie ermöglichen zudem eine Einschätzung, wie hoch der Anteil der stationären Versorgung am gesamten medizinischen Versorgungssystem ist und ob es im Zeitverlauf zu Veränderungen der stationären Morbidität kommt.

Die Krankenhausfälle berechnen sich aus der Anzahl der Patienten, die in ein Krankenhaus aufgenommen, stationär behandelt und im Berichtsjahr entlassen wurden. Dabei werden Stunden- und Sterbefälle und ab 2004 auch gesunde Neugeborene mit in die Statistik einbezogen. Als Stundenfälle werden stationär aufgenommene Patienten bezeichnet, die das Krankenhaus noch am Aufnahmetag wieder verlassen, verlegt werden oder versterben. Die Daten werden Teil II der Krankenhausstatistik, Diagnosen, entnommen und sind auf die Wohnbevölkerung bezogen.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

• Krankenhausstatistik, Teil II - Diagnosen

• Fortschreibung des Bevölkerungsstandes

Periodizität

Jährlich

Validität

Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Bundesstatistik für Krankenhäuser (Krankenhausstatistik-Verordnung - KHStatV) vom 10.4.1990 in der jeweils gültigen Fassung. Alle Krankenhäuser sind berichtspflichtig, d. h. es liegt eine Totalerhebung vor. Nicht enthalten sind Krankenhäuser im Straf-/Maßregelvollzug sowie Polizei- und Bundeswehrkrankenhäuser (sofern sie nicht oder nur im eingeschränkten Umfang für die zivile Bevölkerung tätig sind). Im Freistaat Thüringen kommen alle Krankenhäuser ihrer Meldepflicht nach.

Kommentar

Die Entwicklung der Krankenhausfälle über einen längeren Zeitraum lässt durch den Bezug auf 100 000 der Einwohnerzahl weiblich/männlich und die Standardisierung an der alten Europabevölkerung sowohl den geschlechtsspezifischen als auch den Bundesländer übergreifenden Vergleich zu.

Änderungen in der Häufigkeit von Krankenhausfällen können nicht zwangsläufig auf eine Veränderung der Krankheitsrate zurückgeführt werden. Der erhöhte Frauenanteil bei der stationären Versorgung kann zum Teil durch die stationären Entbindungen erklärt werden. Mehrfachbehandlungen von Patienten zu derselben Krankheit führen zu Mehrfachzählungen.

Die Diagnosestatistik liegt nach dem Behandlungs- und dem Wohnort vor.

Der vorliegende Indikator ist ein Ergebnisindikator und beinhaltet die Krankenhausfälle nach dem Behandlungsort.

Vergleichbarkeit

Dieser Indikator über alle abgeschlossenen Krankenhausbehandlungen ist bedingt vergleichbar mit den WHO-Indikatoren 6010 992959 Number of all hospital admissions und 6010 992902 In-patient care admissions per 100 population. Bei einem Aufenthalt von unter 24 Stunden wird ein Verweildauertag berechnet. Das bedeutet, dass auch Stundenfälle in diesen Daten enthalten sind. Es gibt keinen vergleichbaren OECD-Indikator. Der Indikator ist mit dem EU-Indikator Total discharges per 100 000 populations by sex, also standardized zu vergleichen.

Der Indikator ist neu.

Originalquellen

Publikationen der Statistischen Landesämter, z. B. Statistische Jahresberichte, Statistische Berichte, Standardtabellen der Statistischen Datenbanken oder weitere regionalstatistische Quellen.

Dokumentationsstand

23.01.2003, nlga/lögd; Anpassung/Ergänzung 2010 - TLS