Thüringer Landesamt für Statistik
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Daten zur Gesundheitsberichterstattung - Thüringen
Basisindikatorensatz für eine kommunale integrierte Gesundheitsberichtserstattung in Thüringen
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Themenfeld 03 Gesundheitszustand


 
Indikator (K)
03.095
 

Gestorbene infolge von Krankheiten des Kreislaufsystems in Thüringen (Jahr) nach Alter und Geschlecht

 

Definition

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache. Geschlechtsspezifische Sterbeziffern zu Krankheiten des Kreislaufsystems, insbesondere der ischämischen Herzkrankheit und der zerebrovaskulären Krankheiten, machen ihren Anteil an der Gesamtsterblichkeit deutlich. Sie geben die Anzahl der Gestorbenen nach Geschlecht und die Häufigkeit je 100 000 Einwohner des gleichen Geschlechts an.

Der Indikator 3.95 enthält die absoluten Todesfälle und die auf die jeweilige durchschnittliche Wohnbevölkerung bezogenen geschlechtsspezifischen Mortalitätsraten für sämtliche Krankheiten des Kreislaufsystems (ICD-10 I00 - I99), darunter ischämische Herzkrankheit (I20 - I25) und zerebrovaskuläre Krankheiten (I60 - I69), für das Berichtsjahr. Zusätzlich erfolgte eine direkte Altersstandardisierung auf die Europabevölkerung (alt). Grundlage für die Tabelle bildet die amtliche Todesursachenstatistik.

Datenhalter

Thüringer Landesamt für Statistik

Datenquelle

• Todesursachenstatistik

• Fortschreibung des Bevölkerungsstandes

Periodizität

Jährlich

Validität

Für die Registrierung der Sterbefälle ist die letzte Wohngemeinde, bei mehreren Wohnungen die Hauptwohnung des Verstorbenen maßgebend. Die Zahlen werden der Bevölkerungsstatistik und der Todesursachenstatistik der Länder entnommen. Die Validität setzt die Weiterleitung der Todesbescheinigungen an das zuständige Einwohnermelde-/Gesundheitsamt voraus, so dass Verstorbene in die Statistik der Kommunen und des Bundeslandes eingehen, in der/dem sie mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet waren. Die Kodierung der Todesbescheinigungen erfolgt in den Statistischen Landesämtern. Aufgrund der unikausalen Auswertung des Grundleidens, das zum Tode geführt hat, sind vor allem bei älteren Personen Ungenauigkeiten in der Kodierung möglich.

Kommentar

Mit dem Indikator lässt sich abschätzen, welches Gewicht die Krankheiten des Kreislaufsystems, insbesondere die ischämische Herzkrankheit und die zerebrovaskulären Krankheiten bei der Mortalität haben.

Der Indikator zählt zu den Ergebnisindikatoren.

Vergleichbarkeit

Vergleichbar mit den WHO-Indikatoren 1310-1380 090101-03 SDR, diseases of circulatory system/ischaemic heart diseases/cerebrovascular diseases/other circulatory system diseases, 0-64/65+/100 000 population/male/female. Vergleichbar mit dem OECD-Indikator Causes of mortality, Diseases of circulatory system, Ischaemic heart diseases, Cerebrovascular diseases, und mit EU-Indikatoren zu Mortality, Diseases/disorders of large impact, Numbers of deaths, Crude death rates, Standardised death rate.

Bedingt vergleichbar mit bisherigem GMK-Indikator 3.12.

Originalquellen

Publikationen der Statistischen Landesämter, z. B. Statistisches Jahrbuch oder Statistische Berichte zur Krankenhausdiagnosestatistik.

Dokumentationsstand

24.02.2003, lögd; Anpassung/Ergänzung 2010 - TLS