Das Thüringer Bauhauptgewerbe 1) erzielte im April 2002 einen Umsatz von 171 Millionen Euro und erreichte damit genau das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresmonats.
Der Umsatz in den neuen Bundesländern stieg um 5,0 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
In Deutschland erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem April 2001 um 3,5 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro.
Ende April 2002 waren in den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes über 22 Tausend Personen beschäftigt. Das waren 19,1 Prozent weniger Arbeitsplätze als im April 2001.
In den neuen Bundesländern sank die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe um 16,6 Prozent auf 137 Tausend Personen und in Deutschland um 11,1 Prozent auf 519 Tausend Personen.
Im Thüringer Bauhauptgewerbe wurden im April 2002 fast 2,5 Millionen geleistete Arbeitsstunden ermittelt. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2001 gab es damit einen Rückgang um 9,0 Prozent.
In den neuen Bundesländern sank die Stundenzahl auf 15 Millionen Stunden bzw. um 7,5 Prozent.
Die Anzahl der im deutschen Bauhauptgewerbe geleisteten Arbeitsstunden ging um 0,6 Prozent auf 56 Millionen Stunden zurück.
Der preisbereinigte Index des Auftragseingangs, der als ein wichtiger Frühindikator zur konjunkturellen Entwicklung gilt, lag in Thüringen im April 2002 bei 66,1 (Basis 1995 = 100). Damit waren 4,1 Prozent weniger Aufträge vorhanden als im April 2001.
Der Index für Deutschland betrug 76,8. Das entsprach einem Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat.
Von Januar bis April 2002 wurden im Thüringer Bauhauptgewerbe Umsätze im Wert von 502 Millionen Euro getätigt. Das waren 14,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die preisbereinigten Aufträge verringerten sich um 8,0 Prozent und die geleisteten Arbeitsstunden sanken um 19,0 Prozent. Im Monatsdurchschnitt der ersten drei Monate 2002 gingen 19,3 Prozent der Arbeitsplätze verloren.
Im gleichen Zeitraum wurden in den neuen Bundesländern Umsätze im Wert von 3,5 Milliarden Euro erzielt. Das entsprach einem Minus von 7,0 Prozent. Die geleisteten Arbeitsstunden sanken um 14,1 Prozent. Im Monatsdurchschnitt von Januar bis April 2002 verringerte sich die Beschäftigtenzahl um 17,1 Prozent.
In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum Umsätze im Wert von 16 Milliarden Euro erzielt. Das entsprach einem Minus von 5,8 Prozent. Der Index des Auftragseingangs verringerte sich um 1,5 Prozent. Die geleisteten Arbeitsstunden sanken um 9,9 Prozent. Im Monatsdurchschnitt von Januar bis April 2002 verringerte sich die Beschäftigtenzahl um 11,5 Prozent.
Ausgewählte Merkmale im April 2002 für Deutschland, die neuen Bundesländer und Thüringen im Bauhauptgewerbe 1) |
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Merkmal | Einheit | April 2002 | Januar bis April 2002 | |||
Absolute Werte |
Entwicklung um % gegenüber April 2001 |
Absolute Werte |
Entwicklung um % gegenüber Januar bis April 2001 |
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Beschäftigte im Monatsdurchschnitt | Deutschland | 1000 Personen |
518,8 | - 11,1 | 511,6 | - 11,5 |
Neue Bundesländer | 136,8 | - 16,6 | 136,1 | - 17,1 | ||
Thüringen | 22,0 | - 19,1 | 21,5 | - 19,3 | ||
Geleistete Arbeiterstunden | Deutschland | Millionen Stunden |
56,09 | - 0,6 | 176,68 | - 9,9 |
Neue Bundesländer | 14,95 | - 7,5 | 48,54 | - 14,1 | ||
Thüringen | 2,49 | - 9,0 | 7,39 | - 19,0 | ||
Index Auftragseingang | Deutschland | Prozent | 76,8 | - 1,0 | 67,8 | - 1,5 |
Thüringen | 66,1 | - 4,1 | 50,8 | - 8,0 | ||
Gesamtumsatz | Deutschland | Millionen EUR |
4 951,0 | 3,5 | 15 970,0 | - 5,8 |
Neue Bundesländer | 1 139,4 | 5,0 | 3 521,1 | - 7,0 | ||
Thüringen | 170,6 | 0,0 | 501,8 | - 14,8 |
1) Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigte
Erfurt, den 28. Juni 2002