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ZENSUS 2022

Fragen & Antworten
Haushaltebefragung

Soweit personenbezogene Bezeichnungen im Maskulinum stehen, wird diese Form verallgemeinernd verwendet und bezieht sich auf alle Geschlechter.
1. Warum werden Haushalte befragt?

Die Befragung der Haushalte dient vor allem der Ermittlung der aktuellen, amtlichen Einwohnerzahlen. Hierzu werden die vorliegenden Melderegister herangezogen. Da diese jedoch oftmals Personen enthalten, die sich in einem Ort noch nicht ab- oder angemeldet haben, ist es notwendig, die Angaben stichprobenartig zu überprüfen und statistisch zu korrigieren.

Zusätzlich werden Merkmale zur strukturellen Zusammensetzung der Bevölkerung erhoben, zu denen keine Daten im Register vorliegen. Die so ermittelten Daten bilden die Grundlage für künftige politische und strukturelle Entscheidungen in den Thüringer Städten und Kommunen.

2. Wie erfahre ich, ob ich befragt werde?

Personen, die an der Befragung der Haushalte und Wohnheime teilnehmen, erhalten etwa eine Woche im Voraus eine schriftliche Terminankündigung von einer Interviewerin oder einem Interviewer (sogenannte Erhebungsbeauftragte). Treffen Erhebungsbeauftragte zum ersten angekündigten Termin keine auskunftspflichtige Person im Haushalt an, so teilen sie in einem Zweitankündigungsschreiben einen weiteren Befragungstermin mit.

3. Muss ich Auskunft geben?

Für die Durchführung des Zensus im Jahr 2022 gilt gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 BStatG und § 23 und § 25 ZensG 2022 in Verbindung mit § 15 BstatG eine Auskunftspflicht. Die zu befragenden Anschriften werden durch ein mathematisch-statistisches Verfahren zufällig ausgewählt und zu einer Stichprobe zusammengefasst. Fällt eine Anschrift in die Stichprobe, sind alle an dieser Anschrift wohnhaften Personen zur Auskunft verpflichtet.

Gibt eine Person keine, keine vollständige, keine richtige oder nicht rechtzeitige Auskunft, kann diese zur Erteilung der Auskunft per Zwangsgeld gemäß des Thüringer Verwaltungsvollstreckungsgesetzes angehalten werden können.

Die Auskunftspflicht ist notwendig, damit die geforderte hohe Qualität und Genauigkeit der Zensus-Ergebnisse erreicht werden kann.

4. Wie läuft die Erhebung ab?

Im Rahmen der Haushaltebefragung werden rund 2 200 ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer, sogenannte Erhebungsbeauftragte eingesetzt, um persönliche Befragungen an stichprobenartig ausgewählten Haushalten sowie Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften in Thüringen durchzuführen.

Die Erhebungsbeauftragten melden ihren Besuch im Vorfeld über den Einwurf einer Terminankündigung in die Briefkästen an. Die zum angegebenen Termin stattfindende Befragung dauert ca. 5-10 Minuten und wird entsprechend der geltenden gesetzlichen Infektionsschutzvorgaben an der Haus- oder Wohnungstür der Auskunftspflichtigen durchgeführt. Ein Betreten der Wohnräume erfolgt nicht.

Neben den persönlichen Angaben wie Vor- und Nachname sowie der Adresse werden auch Angaben zum Geschlecht, der Staatsangehörigkeit und dem Familienstand erfragt. Zudem ist anzugeben, wie viele Personen im Haushalt leben und ob ein Zweitwohnsitz vorliegt. Für einen Teil der Befragten ist die Erhebung an dieser Stelle bereits beendet. Wurde ein Haushalt für die Befragung von Zusatzmerkmalen (Wohn- und Arbeitssituation, Staatsangehörigkeit und Zuwanderung, Bildung und Ausbildung) ausgewählt, erhält jedes Haushaltsmitglied im Anschluss Zugangsdaten, um diese Merkmale selbstständig über einen Online-Fragebogen anzugeben.

5. Wie erkenne ich, dass es sich um einen echten Erhebungsbeauftragten handelt?

Die Erhebungsbeauftragten kündigen ihren Besuch immer schriftlich an und nehmen ausschließlich zum angekündigten Termin eine Befragung vor Ort vor. Sie ermitteln, wie viele und welche Personen im zu befragenden Haushalt wohnen. Die Erhebungsbeauftragten erfragen zu keinem Zeitpunkt Informationen zu persönlichen Dokumenten oder zur finanziellen Situation von Befragten oder bitten diese um eine Unterschrift.

Eine telefonische Kontaktaufnahme durch Erhebungsbeauftragte erfolgt ausschließlich als Rückruf. Zur Authentifizierung führen die Erhebungsbeauftragten zudem einen entsprechenden Ausweis bei sich, welcher den Befragten ohne Aufforderung vorgezeigt werden soll. Dieser ist zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.

6. Ich kann den angekündigten Termin nicht wahrnehmen. Was nun?

Wenn Sie den angekündigten Termin nicht wahrnehmen können oder möchten, ist eine neue Terminvereinbarung telefonisch möglich. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre/n Erhebungsbeauftragt/n. Die entsprechende Rufnummer finden Sie auf Ihrem Erstankündigungsschreiben.

7. Wie lange habe ich Zeit, um zu melden?

Bitte versuchen Sie, so bald wie möglich, den Online-Fragebogen auf der Zensus Website auszufüllen. Die vorgegebene Frist für die Ausfüllung des Fragebogens beträgt 14 Tage. Um die Möglichkeit einer Fristverlängerung in Erfahrung zu bringen, kontaktieren Sie bitte die für Sie zuständige Erhebungsstelle oder den Erhebungsbeauftragten.

8. Kann auch jemand anders für mich melden?

Sollten es Ihnen aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen nicht möglich sein, eine eigenständige Meldung vorzunehmen, kann dies auch von einer anderen, volljährigen Person Ihres Vertrauens vorgenommen werden. Dies kann eine Betreuungsperson, ein Verwandter oder auch Nachbar sein.



Weiterführende Informationen auf der Internetseite des ZENSUS 2022  .

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt