Aktuelle Pressemitteilungen:

Korrektur: Zahl in der 3. Tabelle geändert
Aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung für Thüringen und die Kreise verfügbar
Einwohnerzahl sinkt bis 2045 um 15,1 Prozent
Das Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlicht heute die ersten Ergebnisse der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (4. rBv). Regionalisiert bedeutet, dass die Berechnungen für die kreisfreien Städte und Landkreise durchgeführt wurden und sich das Ergebnis für Thüringen aus der Summe dieser ergibt. Nach den Ergebnissen der 4. rBv wird sich die Thüringer Bevölkerung in den nächsten 21 Jahren weiter reduzieren. Lebten Ende 2024 rund 2 100,3 Tausend Personen in Thüringen, wird der Freistaat im Jahr 2045 voraussichtlich noch 1 782,9 Tausend Einwohnerinnen und Einwohner haben. Dies entspricht einem Rückgang um 15,1 Prozent bzw. 317,4 Tausend Personen.

Voraussichtlich moderates Wirtschaftswachstum 2025 in Thüringen
Nach vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2025 stieg das Bruttoinlandsprodukt Thüringens gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,4 Prozent. Dies teilt das Thüringer Landesamt für Statistik auf Grundlage aktuell verfügbarer Wirtschaftsdaten mit. Hauptursache für die positive Entwicklung ist ein Anstieg der Bruttowertschöpfung im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit“. Deutschlandweit nahm das Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 0,2 Prozent zu.

Ausgabe 2025 der Veröffentlichung „Thüringer Kreise im Vergleich“ erschienen
Ärztlicher Versorgungsgrad verbesserte sich
Das Thüringer Landesamt für Statistik hat die aktuelle Ausgabe der Publikation „Thüringer Kreise im Vergleich“ veröffentlicht. Die Neuerscheinung beschäftigt sich mit der Entwicklung der einzelnen Landkreise und der kreisfreien Städte Thüringens. Dabei werden neben den Informationen zu den allgemeinen und geografischen Angaben auch wirtschaftliche und soziale Strukturen mit Entwicklungstendenzen aufgezeigt. Die Broschüre liefert umfangreiche statistische Daten zu Themen wie Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Gesundheit und Finanzen. Die Zahlen beziehen sich vorrangig auf das Jahr 2024 und werden mit den Daten aus dem Jahr 2022 verglichen. Neben absoluten Werten werden auch Veränderungsraten und prozentuale Anteile dargestellt.

Zahl der Entbindungskliniken seit 1991 fast halbiert
Neuer Krankenhausatlas zeigt regionale Erreichbarkeit von (Fach-)Kliniken
Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hierzulande hat sich seit der deutschen Vereinigung halbiert. Gab es in Thüringen im Jahr 1991 noch 35 Krankenhäuser, in denen Kinder entbunden wurden, waren es 2024 nur noch 19 – ein Rückgang um 45,7 Prozent, wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt. Die Zahl der Geburten war 2024 in Thüringer Krankenhäusern um 35,5 Prozent niedriger als 1991.

Bild: anncapictures (Pixabay)
Umsatzrückgang, aber positive Auftragslage zum Jahresbeginn im Thüringer Bauhauptgewerbe
Die Betriebe des Thüringer Bauhauptgewerbes mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen meldeten im Januar 2026 einen nominalen baugewerblichen Umsatz in Höhe von rund 83,5 Millionen Euro. Das entspricht laut Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik einem Rückgang von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Erneuter Rückgang des Arbeitsvolumens in Thüringen
Im Jahr 2025 wurden von allen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Thüringen 1,4 Milliarden Arbeitsstunden erbracht. Das Arbeitsvolumen ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent zurück, teilt das Thüringer Landesamt für Statistik auf Basis erster Berechnungen mit. Je erwerbstätige Person wurde hingegen im gleichen Zeitraum ein Anstieg um 0,2 Prozent auf durchschnittlich 1 363 Stunden verzeichnet. Durch die gleichzeitig deutliche Abnahme der Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent führte die Zunahme der Pro-Kopf-Arbeitszeit allerdings nicht zu einem Anstieg des Arbeitsvolumens. Auch deutschlandweit fiel das Arbeitsvolumen geringer aus als im Vorjahr (−0,2 Prozent). Die Spannbreite der Veränderungsraten auf Ebene der Bundesländer variierte von +0,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen bis −1,4 Prozent in Sachsen-Anhalt.
Aktuelle Aufsätze aus dem Monatsheft:
Thüringen aktuell
Die wirtschaftliche Lage verlief im Monat September 2025 im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe durchaus positiv. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen deutlichen Umsatzanstieg und sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft konnte im zweistelligen Bereich zulegen. Auch die Auftragseingänge lagen über dem Vormonatsniveau. Mit dem Rückgang der Beschäftigtenzahl stieg die Produktivität spürbar an (bei 1 Arbeitstag mehr). Im Vergleich zum September 2024 stiegen der Umsatz und die Produktivität an. Die Zahl der Beschäftigten war allerdings rückläufig. Auch die Exportquote lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge stiegen im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat an, sowohl im Inland als auch im Ausland (bei 2 Arbeitstagen mehr).
Im 3. Quartal 2025 sanken die Umsätze und die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal, wohingegen sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) erhöhte. Im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz im September 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wobei auch 1 Bausparte positive Umsätze im zweistelligen Bereich verzeichnete. Die Zahl der Beschäftigten und der Auftragseingang gingen zurück, während die Produktivität deutlich anstieg.
Im September 2025 verzeichnete der Tourismus in Thüringen gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg bei den Gästezahlen und Übernachtungen, jedoch nur im Inlandstourismus. Für den Zeitraum von Januar bis September war insgesamt ein leichter Rückwärtstrend zu beobachten. Allerdings sanken besonders die Ankünfte und die Übernachtungen ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regional gab es unterschiedliche Entwicklungen: Während einige Reisegebiete Zuwächse bei den Übernachtungen oder den Ankünften verzeichneten bzw. die Stadt Erfurt sogar für beide Merkmale, blieben andere, wie der Thüringer Wald und Südharz-Kyffhäuser, hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutschlandweit zeigte sich insgesamt eine stärkere positive Entwicklung im Tourismus als in Thüringen.
Die Verbraucherpreise stiegen im September 2025 gegenüber dem Vormonat, und auch die Inflationsrate nahm zu. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ gab es leichte Preisrückgänge, während die Preise im Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“ am stärksten stiegen. Hierunter fallen beispielsweise Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, wie die ambulante und stationäre Pflege, und Versicherungsdienstleistungen. Durch die saisonale Umstellung von Sommer- auf Winterkollektionen verteuerten sich die Preise zum Vormonat bei Bekleidung spürbar.
Im September 2025 ging im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ebenso wie die Arbeitslosenquote leicht zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg allerdings die Arbeitslosenzahl an. Auch die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich zwar im Monatsvergleich, war jedoch ebenso höher als im Vorjahr. Bundesweit zeigte sich ebenfalls ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat, allerdings lag sie auch hier über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der offenen Stellen in Thüringen nahm gegenüber dem Vormonat etwas zu und stieg auch im Vorjahresvergleich an.
Zensus 2022 – Haushalte und Familien nach Größe, Haushaltstypen und Lebensformen
Der Zensus 2022 lieferte zum Stichtag 15. Mai 2022 ein flächendeckendes Bild darüber, wie viele Menschen in Deutschland lebten, wie sie wohnten und arbeiteten. Er wurde als registergestützte Bevölkerungszählung durchgeführt, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wurde. Ziel war die Ermittlung verlässlicher Bevölkerungszahlen für Gemeinden, Bundesländer und die Bundesrepublik insgesamt. Verschiedene gesetzliche Grundlagen enthalten Vorbereitungs- und Durchführungsregelungen zum Zensus 2022.
Neben der Feststellung der amtlichen Bevölkerungszahlen war es ein wichtiges Ziel des Zensus 2022, Daten über die Anzahl und Struktur von Haushalten und deren Wohnsituation zu gewinnen. Dieses Verfahren wird als Haushaltegenerierung bezeichnet. Bei der Haushaltegenerierung geht es darum, Haushaltszusammenhänge zu ermitteln. Zusätzlich wird mit dem Verfahren eine Beziehung zwischen den Haushaltsmitgliedern geknüpft, beispielsweise Eltern- Kind-Beziehungen sowie Ehen oder Lebenspartnerschaften. Die Haushaltegenerierung basierte auf registergestützten Informationen und ergänzenden Daten aus den primärstatistischen Erhebungen der Haushaltebefragung, der Befragung an Sonderbereichen sowie der Gebäude- und Wohnungszählung. Auf dieser Grundlage entstand ein Gesamtdatenbestand, der auf verschiedenen regionalen Ebenen vielfältige Auswertungen zu Haushalts-, Familien- und Wohnverhältnissen in Deutschland ermöglichte.
Der folgende Aufsatz beschreibt, wie groß Haushalte in Thüringen und Deutschland sind, welche Haushaltstypen es gibt und in welchen Lebensformen Menschen zusammenlebten.
„Trade-off“ zwischen Aktualität und Genauigkeit – Betrachtungen zur Ergebnisstabilität des regionalen Bruttoinlandsprodukts
„Baden-Württemberg: Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2024 – Reales Bruttoinlandsprodukt sinkt um 0,4 Prozent“, so lautete der Titel der Pressemitteilung vom 28. März 2025 zu den vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) herausgegebenen vorläufigen Wirtschaftsdaten auf Länderebene. Und bereits Anfang des Jahres teilte das Statistische Bundesamt auf seiner Pressekonferenz vom 15. Januar 2025 mit: „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2 Prozent gesunken“.
Von allen Kennzahlen der amtlichen Statistik stehen die ersten Ergebnisse für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vorangegangen Berichtsjahres bzw. die Veränderung des preisbereinigten BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahr – das Wirtschaftswachstum – besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit und Politik. Kritisch betrachtet werden dabei, alle Jahre wieder, vor allem Revisionen, das heißt nachträgliche Überarbeitungen, der frühzeitig veröffentlichten, ersten BIP-Wachstumsraten auf Länderebene. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen überaus hohe Ansprüche an diese statistische Kennzahl zur konjunkturellen Entwicklung: Einerseits sollen die BIP-Ergebnisse möglichst zeitnah bereitgestellt, andererseits aber möglichst nicht mehr revidiert werden. Für die amtliche Statistik ist dies ein erheblicher, wenn nicht gar unmöglicher Spagat zwischen Aktualität und Genauigkeit.
Im vorliegenden Beitrag werden daher das Berechnungsverfahren des regionalen BIP vorgestellt und wesentliche Abweichungsursachen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Veröffentlichungszeitpunkte analysiert.
Auswahl aus den Veröffentlichungen der letzten 90 Tage:

















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