Aktuelle Pressemitteilungen:

Bild: romankrykh (Adobe Stock)
Regionales Ranking der Thüringer Industrie: Ilm-Kreis mit deutlichem Umsatzrückgang
Die berichtspflichtigen Thüringer Betriebe des Bereichs Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe mit 50 und mehr Beschäftigten registrierten im Januar 2026 einen nominalen Gesamtumsatz (inkl. sonstiger Umsätze) in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, entspricht dies nach endgültigen Monatsangaben einem Rückgang von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (bei 1 Arbeitstag weniger). Die Umsätze aus fachlichen Betriebsteilen (ohne sonstige Umsätze) registrierten nominal ebenfalls ein Minus von 11,2 Prozent (preisbereinigt −12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Trinkwasser in Thüringen wird teurer
Zum Weltwassertag am 22. März
Wasser ist eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen. Anlässlich des Weltwassertages zeigen aktuelle Daten des Thüringer Landesamtes für Statistik, dass Thüringer Haushalte mehr Geld für die Trinkwasserversorgung ausgeben müssen.

Trotz positiver Auftrags- und Umsatzlage im Januar 2026, Thüringer Industrie deutlich unter Vorjahresniveau
Im Januar 2026 meldeten die Thüringer Industriebetriebe gegenüber dem Vormonat einen Anstieg der Aufträge und Umsätze. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, verblieb die wirtschaftliche Lage dieser Betriebe jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat unter dem Niveau des Jahres 2025. Besonders stark rückläufig waren die Auftragseingänge und Umsätze bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen.

Neuer Tiefstand der Erwerbstätigenzahl in Thüringen
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen 2025 um 1,1 Prozent ab. Damit hatten im Durchschnitt 1 004 000 Personen einen Arbeitsplatz im Freistaat, teilt das Thüringer Landesamt für Statistik mit. Dies ist die niedrigste Erwerbstätigenzahl seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1991. Bislang markierte das Jahr 2005 mit 1 008 800 Erwerbstätigen den Tiefststand. Deutschlandweit blieb die Zahl der Erwerbstätigen 2025 dagegen nahezu unverändert. Die unterjährige Betrachtung zeigte für Thüringen eine rückläufige Entwicklung in allen Quartalen verglichen mit dem jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Beschäftigtenzuwachs in der Thüringer Energie- und Wasserversorgung 2025
Im Jahr 2025 waren in den Betrieben der Thüringer Energie- und Wasserversorgung durchschnittlich 8 331 Beschäftigte tätig. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik nach endgültigen Angaben meldete, entsprach dies gegenüber 2024 einem Zuwachs von 353 beschäftigten Personen.

Ausgabe 2026 des Faltblattes „Bauleistungspreise in Thüringen“ erschienen
Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, ist die Ausgabe 2026 des Faltblattes „Bauleistungspreise in Thüringen“ (Bestellnummer 80 129) erschienen. Der Flyer beinhaltet Tabellen und Grafiken zur Entwicklung der Baupreise (z. B. für Bauarbeiten bei Wohn- und Bürogebäuden oder im Straßenbau) im Jahr 2025 und den vorigen Jahren in Thüringen. Außerdem werden Berechnung, Bedeutung und Nutzen des Baupreisindex kurz erläutert.
Aktuelle Aufsätze aus dem Monatsheft:
Thüringen aktuell
Die wirtschaftliche Lage verlief im Monat September 2025 im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe durchaus positiv. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen deutlichen Umsatzanstieg und sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft konnte im zweistelligen Bereich zulegen. Auch die Auftragseingänge lagen über dem Vormonatsniveau. Mit dem Rückgang der Beschäftigtenzahl stieg die Produktivität spürbar an (bei 1 Arbeitstag mehr). Im Vergleich zum September 2024 stiegen der Umsatz und die Produktivität an. Die Zahl der Beschäftigten war allerdings rückläufig. Auch die Exportquote lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge stiegen im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat an, sowohl im Inland als auch im Ausland (bei 2 Arbeitstagen mehr).
Im 3. Quartal 2025 sanken die Umsätze und die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal, wohingegen sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) erhöhte. Im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz im September 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wobei auch 1 Bausparte positive Umsätze im zweistelligen Bereich verzeichnete. Die Zahl der Beschäftigten und der Auftragseingang gingen zurück, während die Produktivität deutlich anstieg.
Im September 2025 verzeichnete der Tourismus in Thüringen gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg bei den Gästezahlen und Übernachtungen, jedoch nur im Inlandstourismus. Für den Zeitraum von Januar bis September war insgesamt ein leichter Rückwärtstrend zu beobachten. Allerdings sanken besonders die Ankünfte und die Übernachtungen ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regional gab es unterschiedliche Entwicklungen: Während einige Reisegebiete Zuwächse bei den Übernachtungen oder den Ankünften verzeichneten bzw. die Stadt Erfurt sogar für beide Merkmale, blieben andere, wie der Thüringer Wald und Südharz-Kyffhäuser, hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutschlandweit zeigte sich insgesamt eine stärkere positive Entwicklung im Tourismus als in Thüringen.
Die Verbraucherpreise stiegen im September 2025 gegenüber dem Vormonat, und auch die Inflationsrate nahm zu. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ gab es leichte Preisrückgänge, während die Preise im Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“ am stärksten stiegen. Hierunter fallen beispielsweise Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, wie die ambulante und stationäre Pflege, und Versicherungsdienstleistungen. Durch die saisonale Umstellung von Sommer- auf Winterkollektionen verteuerten sich die Preise zum Vormonat bei Bekleidung spürbar.
Im September 2025 ging im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ebenso wie die Arbeitslosenquote leicht zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg allerdings die Arbeitslosenzahl an. Auch die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich zwar im Monatsvergleich, war jedoch ebenso höher als im Vorjahr. Bundesweit zeigte sich ebenfalls ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat, allerdings lag sie auch hier über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der offenen Stellen in Thüringen nahm gegenüber dem Vormonat etwas zu und stieg auch im Vorjahresvergleich an.
Zensus 2022 – Haushalte und Familien nach Größe, Haushaltstypen und Lebensformen
Der Zensus 2022 lieferte zum Stichtag 15. Mai 2022 ein flächendeckendes Bild darüber, wie viele Menschen in Deutschland lebten, wie sie wohnten und arbeiteten. Er wurde als registergestützte Bevölkerungszählung durchgeführt, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wurde. Ziel war die Ermittlung verlässlicher Bevölkerungszahlen für Gemeinden, Bundesländer und die Bundesrepublik insgesamt. Verschiedene gesetzliche Grundlagen enthalten Vorbereitungs- und Durchführungsregelungen zum Zensus 2022.
Neben der Feststellung der amtlichen Bevölkerungszahlen war es ein wichtiges Ziel des Zensus 2022, Daten über die Anzahl und Struktur von Haushalten und deren Wohnsituation zu gewinnen. Dieses Verfahren wird als Haushaltegenerierung bezeichnet. Bei der Haushaltegenerierung geht es darum, Haushaltszusammenhänge zu ermitteln. Zusätzlich wird mit dem Verfahren eine Beziehung zwischen den Haushaltsmitgliedern geknüpft, beispielsweise Eltern- Kind-Beziehungen sowie Ehen oder Lebenspartnerschaften. Die Haushaltegenerierung basierte auf registergestützten Informationen und ergänzenden Daten aus den primärstatistischen Erhebungen der Haushaltebefragung, der Befragung an Sonderbereichen sowie der Gebäude- und Wohnungszählung. Auf dieser Grundlage entstand ein Gesamtdatenbestand, der auf verschiedenen regionalen Ebenen vielfältige Auswertungen zu Haushalts-, Familien- und Wohnverhältnissen in Deutschland ermöglichte.
Der folgende Aufsatz beschreibt, wie groß Haushalte in Thüringen und Deutschland sind, welche Haushaltstypen es gibt und in welchen Lebensformen Menschen zusammenlebten.
„Trade-off“ zwischen Aktualität und Genauigkeit – Betrachtungen zur Ergebnisstabilität des regionalen Bruttoinlandsprodukts
„Baden-Württemberg: Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2024 – Reales Bruttoinlandsprodukt sinkt um 0,4 Prozent“, so lautete der Titel der Pressemitteilung vom 28. März 2025 zu den vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) herausgegebenen vorläufigen Wirtschaftsdaten auf Länderebene. Und bereits Anfang des Jahres teilte das Statistische Bundesamt auf seiner Pressekonferenz vom 15. Januar 2025 mit: „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2 Prozent gesunken“.
Von allen Kennzahlen der amtlichen Statistik stehen die ersten Ergebnisse für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vorangegangen Berichtsjahres bzw. die Veränderung des preisbereinigten BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahr – das Wirtschaftswachstum – besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit und Politik. Kritisch betrachtet werden dabei, alle Jahre wieder, vor allem Revisionen, das heißt nachträgliche Überarbeitungen, der frühzeitig veröffentlichten, ersten BIP-Wachstumsraten auf Länderebene. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen überaus hohe Ansprüche an diese statistische Kennzahl zur konjunkturellen Entwicklung: Einerseits sollen die BIP-Ergebnisse möglichst zeitnah bereitgestellt, andererseits aber möglichst nicht mehr revidiert werden. Für die amtliche Statistik ist dies ein erheblicher, wenn nicht gar unmöglicher Spagat zwischen Aktualität und Genauigkeit.
Im vorliegenden Beitrag werden daher das Berechnungsverfahren des regionalen BIP vorgestellt und wesentliche Abweichungsursachen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Veröffentlichungszeitpunkte analysiert.
Auswahl aus den Veröffentlichungen der letzten 90 Tage:
















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