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MIKROZENSUS

Deutschlands größte Haushaltsbefragung

Was ist der Mikrozensus?

Der Mikrozensus ist eine gesetzlich vorgeschriebene Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik, mit der grundlegende Daten über die Struktur der Bevölkerung, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und die Art der Erwerbsbeteiligung ermittelt werden. Er hat sich als amtliche Repräsentativstatistik (Stichprobe) in den alten Bundesländern seit 1957 bewährt und wird seit dem Jahr 1991 auch in den neuen Bundesländern erfolgreich durchgeführt.

Insgesamt wird ein Prozent aller Haushalte stellvertretend für die gesamte Bevölkerung über das Jahr verteilt befragt. In Thüringen sind das jährlich rund 10 000 Haushalte. Sie werden nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren ausgewählt.

Welche Aufgabe hat der Mikrozensus und wofür werden die Ergebnisse genutzt?

Der Mikrozensus stellt grundlegende Daten zur Bevölkerungsstruktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung bereit. Mit Informationen zu Haushalten, Familien und Lebenspartnerschaften, zu Arbeitsmarkt und Erwerbstätigkeit, Beruf und Ausbildung sowie zur Migration hat sich der Mikrozensus zu einer wichtigen Datenquelle entwickelt. Genutzt werden die Statistiken von Verantwortlichen aus Parlamenten und Verwaltung, von der Wissenschaft und den Medien. Darüber hinaus sind sie auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Die Ergebnisse des Mikrozensus gehen ein in Regierungsberichte, in das Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, bilden die Grundlage für die laufende Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, den jährlichen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung und vieles andere mehr. Die Ergebnisse der integrierten Arbeitskräftestichprobe der Europäischen Union werden unter anderem herangezogen für die Verteilung der Mittel aus den Regional- und Sozialfonds der EU.

Zu welchen Themen werden im Einzelnen Angaben erhoben?

Gefragt wird im Mikrozensus jährlich unter anderem nach:

  • Angaben zur Person (Geburtsjahr, Geschlecht, Familienstand, Staatsangehörigkeit usw.)
  • Familien- und Haushaltszusammensetzung
  • gegenwärtige und frühere Erwerbstätigkeit, Beruf, Arbeitsuche
  • Kinderbetreuung, Schulbesuch, Studium, Aus- und Weiterbildung
  • Lebensunterhalt, Einkommen
  • Altersvorsorge
Im Rahmen der alle vier Jahre wechselnden Zusatzprogramme werden darüber hinaus u. a. Angaben zu folgenden Themen erhoben:
  • Wohnsituation
  • Krankenversicherung
  • Gesundheit
  • Pendler

Welche gesetzlichen Regelungen (Rechtsgrundlagen) gibt es?

Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Durchführung einer Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und die Arbeitsmarktbeteiligung sowie die Wohnsituation der Haushalte (Mikrozensusgesetz – MZG) vom 7. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2826) in Verbindung mit dem Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke (Bundesstatistikgesetz - BStatG) vom 20. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2394).

Die EU-Arbeitskräfteerhebung ist durch die Verordnung (EG) Nr. 577/98 zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft (Amtsblatt EG Nr. L 77/3) geregelt.


Weiterführende Informationen über den Mikrozensus auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes .

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt