Aktuelle Pressemitteilungen:

Gestiegene Inlandsaufträge und Umsätze der Thüringer Industriebetriebe im Februar 2026
Im Februar 2026 meldeten die Thüringer Industriebetriebe gegenüber dem Vormonat einen Anstieg der Inlandsaufträge und der Umsätze. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, verblieb die wirtschaftliche Lage dieser Betriebe jedoch unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Leichter Anstieg des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes im Jahr 2025 in Thüringen
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen aller Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2025 in Thüringen betrug 4 097 Euro und lag somit um 5,2 Prozent höher als im Vorjahr (2024: 3 893 Euro). Entscheidend für die Höhe der Verdienste war unter anderem die Berufswahl. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, gehörte die Berufsgruppe „Human- und Zahnmedizin“ mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 11 086 Euro zu den Topverdienern in Thüringen. Ebenfalls zu den Topverdienern gehörten die Berufsgruppen „Geschäftsführung und Vorstand“ mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 8 962 Euro sowie die Berufsgruppe „Lehr- und Forschungstätigkeiten an Hochschulen“ mit 6 626 Euro brutto pro Monat.

Bild: Wolfilser (Adobe Stock)
Ausgaben der Thüringer Kommunen betrugen 8,3 Milliarden Euro
Die Ausgaben der Thüringer Kommunen betrugen im Rechnungsjahr 2024 auf Basis der Rechnungsabschlüsse 8,3 Milliarden Euro. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden damit im Vergleich zum Jahr zuvor 439 Millionen Euro mehr ausgegeben (+5,6 Prozent). Demgegenüber erhöhten sich die Einnahmen im Jahr 2024 um 392 Millionen Euro auf insgesamt 8,3 Milliarden Euro (+5,0 Prozent).

Holz- und Schadholzeinschlag in Thüringens Wäldern deutlich rückläufig
Im vergangenen Jahr wurden 3,1 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik war das gegenüber dem Vorjahr knapp die Hälfte (−2,5 Millionen Kubikmeter bzw. −44 Prozent) weniger Holz. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2019/2024 wurde mehr als ein Drittel (−40 Prozent) weniger Holz eingeschlagen.

Bild: anncapictures (Pixabay)
Baugenehmigungen zum Jahresbeginn 2026
In den ersten 2 Monaten des Jahres 2026 wurde nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik mit 411 genehmigten Anträgen der Bau von 329 Wohnungen bewilligt, darunter 274 Wohnungen durch Neubau. Mittels baulicher Veränderungen an bestehenden Gebäuden, z. B. durch Umbau-, Ausbau-, Erweiterungs- oder Wiederherstellungsmaßnahmen, werden 55 Wohnungen entstehen.

Todesfälle durch Parkinson in den letzten 20 Jahren verdreifacht
Zum Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2026
Im Jahr 2024 starben 318 Menschen mit Wohnsitz in Thüringen an den Folgen einer Parkinsonerkrankung (ICD-10: G20). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des jährlichen Welt-Parkinson-Tages am 11. April mitteilt, haben sich die Sterbefälle aufgrund einer Parkinsonerkrankung in den letzten 20 Jahren verdreifacht (2004: 106 Fälle). Der Männeranteil lag 2024 bei 57,5 Prozent. Im Jahr 2004 hatte dieser noch bei 52,8 Prozent gelegen.
Aktuelle Aufsätze aus dem Monatsheft:
Thüringen aktuell
Die wirtschaftliche Lage verlief im Monat September 2025 im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe durchaus positiv. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen deutlichen Umsatzanstieg und sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft konnte im zweistelligen Bereich zulegen. Auch die Auftragseingänge lagen über dem Vormonatsniveau. Mit dem Rückgang der Beschäftigtenzahl stieg die Produktivität spürbar an (bei 1 Arbeitstag mehr). Im Vergleich zum September 2024 stiegen der Umsatz und die Produktivität an. Die Zahl der Beschäftigten war allerdings rückläufig. Auch die Exportquote lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge stiegen im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat an, sowohl im Inland als auch im Ausland (bei 2 Arbeitstagen mehr).
Im 3. Quartal 2025 sanken die Umsätze und die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal, wohingegen sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) erhöhte. Im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz im September 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wobei auch 1 Bausparte positive Umsätze im zweistelligen Bereich verzeichnete. Die Zahl der Beschäftigten und der Auftragseingang gingen zurück, während die Produktivität deutlich anstieg.
Im September 2025 verzeichnete der Tourismus in Thüringen gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg bei den Gästezahlen und Übernachtungen, jedoch nur im Inlandstourismus. Für den Zeitraum von Januar bis September war insgesamt ein leichter Rückwärtstrend zu beobachten. Allerdings sanken besonders die Ankünfte und die Übernachtungen ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regional gab es unterschiedliche Entwicklungen: Während einige Reisegebiete Zuwächse bei den Übernachtungen oder den Ankünften verzeichneten bzw. die Stadt Erfurt sogar für beide Merkmale, blieben andere, wie der Thüringer Wald und Südharz-Kyffhäuser, hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutschlandweit zeigte sich insgesamt eine stärkere positive Entwicklung im Tourismus als in Thüringen.
Die Verbraucherpreise stiegen im September 2025 gegenüber dem Vormonat, und auch die Inflationsrate nahm zu. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ gab es leichte Preisrückgänge, während die Preise im Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“ am stärksten stiegen. Hierunter fallen beispielsweise Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, wie die ambulante und stationäre Pflege, und Versicherungsdienstleistungen. Durch die saisonale Umstellung von Sommer- auf Winterkollektionen verteuerten sich die Preise zum Vormonat bei Bekleidung spürbar.
Im September 2025 ging im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ebenso wie die Arbeitslosenquote leicht zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg allerdings die Arbeitslosenzahl an. Auch die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich zwar im Monatsvergleich, war jedoch ebenso höher als im Vorjahr. Bundesweit zeigte sich ebenfalls ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat, allerdings lag sie auch hier über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der offenen Stellen in Thüringen nahm gegenüber dem Vormonat etwas zu und stieg auch im Vorjahresvergleich an.
Zensus 2022 – Haushalte und Familien nach Größe, Haushaltstypen und Lebensformen
Der Zensus 2022 lieferte zum Stichtag 15. Mai 2022 ein flächendeckendes Bild darüber, wie viele Menschen in Deutschland lebten, wie sie wohnten und arbeiteten. Er wurde als registergestützte Bevölkerungszählung durchgeführt, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wurde. Ziel war die Ermittlung verlässlicher Bevölkerungszahlen für Gemeinden, Bundesländer und die Bundesrepublik insgesamt. Verschiedene gesetzliche Grundlagen enthalten Vorbereitungs- und Durchführungsregelungen zum Zensus 2022.
Neben der Feststellung der amtlichen Bevölkerungszahlen war es ein wichtiges Ziel des Zensus 2022, Daten über die Anzahl und Struktur von Haushalten und deren Wohnsituation zu gewinnen. Dieses Verfahren wird als Haushaltegenerierung bezeichnet. Bei der Haushaltegenerierung geht es darum, Haushaltszusammenhänge zu ermitteln. Zusätzlich wird mit dem Verfahren eine Beziehung zwischen den Haushaltsmitgliedern geknüpft, beispielsweise Eltern- Kind-Beziehungen sowie Ehen oder Lebenspartnerschaften. Die Haushaltegenerierung basierte auf registergestützten Informationen und ergänzenden Daten aus den primärstatistischen Erhebungen der Haushaltebefragung, der Befragung an Sonderbereichen sowie der Gebäude- und Wohnungszählung. Auf dieser Grundlage entstand ein Gesamtdatenbestand, der auf verschiedenen regionalen Ebenen vielfältige Auswertungen zu Haushalts-, Familien- und Wohnverhältnissen in Deutschland ermöglichte.
Der folgende Aufsatz beschreibt, wie groß Haushalte in Thüringen und Deutschland sind, welche Haushaltstypen es gibt und in welchen Lebensformen Menschen zusammenlebten.
„Trade-off“ zwischen Aktualität und Genauigkeit – Betrachtungen zur Ergebnisstabilität des regionalen Bruttoinlandsprodukts
„Baden-Württemberg: Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2024 – Reales Bruttoinlandsprodukt sinkt um 0,4 Prozent“, so lautete der Titel der Pressemitteilung vom 28. März 2025 zu den vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) herausgegebenen vorläufigen Wirtschaftsdaten auf Länderebene. Und bereits Anfang des Jahres teilte das Statistische Bundesamt auf seiner Pressekonferenz vom 15. Januar 2025 mit: „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2 Prozent gesunken“.
Von allen Kennzahlen der amtlichen Statistik stehen die ersten Ergebnisse für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vorangegangen Berichtsjahres bzw. die Veränderung des preisbereinigten BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahr – das Wirtschaftswachstum – besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit und Politik. Kritisch betrachtet werden dabei, alle Jahre wieder, vor allem Revisionen, das heißt nachträgliche Überarbeitungen, der frühzeitig veröffentlichten, ersten BIP-Wachstumsraten auf Länderebene. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen überaus hohe Ansprüche an diese statistische Kennzahl zur konjunkturellen Entwicklung: Einerseits sollen die BIP-Ergebnisse möglichst zeitnah bereitgestellt, andererseits aber möglichst nicht mehr revidiert werden. Für die amtliche Statistik ist dies ein erheblicher, wenn nicht gar unmöglicher Spagat zwischen Aktualität und Genauigkeit.
Im vorliegenden Beitrag werden daher das Berechnungsverfahren des regionalen BIP vorgestellt und wesentliche Abweichungsursachen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Veröffentlichungszeitpunkte analysiert.
Auswahl aus den Veröffentlichungen der letzten 90 Tage:



















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