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MIKROZENSUS

Informationen für Befragte/ Auskunftspflichtige

Wieso wurde ich (und meine Familie) für die Erhebung ausgewählt?
     Wie erfolgt die Auswahl der beteiligten Haushalte?

Befragt wird im Mikrozensus eine per Zufallsverfahren bestimmte Stichprobe. Dabei wurden nicht direkt Sie als Person ausgewählt, sondern es wurde die Wohnung, in der Sie wohnen, zufällig ausgewählt.

Grundlage dieser Zufallsauswahl ist das bewohnte Bundesgebiet. Es ist in Flächen mit etwa gleich vielen Wohnungen eingeteilt, den sogenannten Auswahlbezirken. Die Wohnungen in einem Auswahlbezirk liegen normalerweise in räumlicher Nähe. Daher ist es wahrscheinlich, dass auch einige Ihrer Nachbarn für die Teilnahme am Mikrozensus ausgewählt wurden. Alle Haushalte, die in einer Wohnung in einem Auswahlbezirk wohnen, werden innerhalb von fünf aufeinander folgenden Jahren bis zu viermal befragt, etwa im Abstand von einem Jahr. Damit wird jährlich rund ein Prozent aller Haushalte befragt.

Der Mikrozensus wird unterjährig durchgeführt, das heißt, dass der Stichprobenumfang von etwa 10 000 Haushalten gleichmäßig auf alle Monate und Wochen des Jahres verteilt wird und somit pro Woche in Thüringen rund 200 Haushalte befragt werden.

Wer ist zur Auskunft verpflichtet?

Da gerade bei einer Stichprobe die Vollständigkeit der Auskünfte besonders wichtig ist, schreibt das Mikrozensusgesetz (§13 MZG in Verbindung mit §15 BstatG) die Auskunftspflicht für Volljährige sowie Minderjährige, die einen eigenen Haushalt führen, vor. Darüber hinaus sind die Auskünfte auch für minderjährige oder behinderte Mitglieder eines Haushaltes zu erteilen.

Von der Auskunftspflicht kann niemand befreit werden, auch nicht alters- oder krankheitsbedingt. Würden nicht alle Personen antworten müssen, so wären nicht alle Bevölkerungsgruppen in der Stichprobe in ausreichender Zahl vertreten und der Zweck des Mikrozensus würde nicht erreicht werden.

Kann ich die Befragung ablehnen?

Nein. Der Gesetzgeber hat für die meisten Fragen des Mikrozensus eine Auskunftspflicht (§13 MZG) vorgesehen, damit eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung gewährleistet ist. Das heißt alle Mitglieder eines ausgewählten Haushaltes müssen an der Befragung teilnehmen. Die Auskunftspflicht gilt für Volljährige sowie Minderjährige, die einen eigenen Haushalt führen. Für Minderjährige oder Menschen mit Behinderung, die nicht selbst Auskunft geben können, müssen andere volljährige Personen des Haushalts, ein Betreuer oder eine andere Vertrauensperson antworten.

Wie wird die Erhebung durchgeführt?

Damit die Befragung für Sie so einfach und unkompliziert wie möglich wird, bieten wir Ihnen die Unterstützung durch unsere Interviewerinnen und Interviewer (Erhebungsbeauftragte) an. Diese sind sorgfältig von uns ausgewählt und geschult worden und sie sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Befragung wird in einem persönlichen Interview mit einem Laptop durchgeführt. Diese Art des Interviews ist für Sie als Befragten am wenigsten zeitaufwendig und Sie haben die Möglichkeit, Verständnisfragen direkt an den Interviewer zu richten.

Sollte aus terminlichen oder anderen Gründen eine persönliche Befragung für Sie nicht in Frage kommen, besteht die Möglichkeit, die Auskünfte ggf. dem/der Erhebungsbeauftragten telefonisch zu erteilen oder einen Papierfragebogen auszufüllen. Geben Sie in einem solchen Fall bitte rechtzeitig dem/der Erhebungsbeauftragten Bescheid.

Die Interviewerinnen und Interviewer kündigen sich einige Tage vor ihrem geplanten Besuch schriftlich bei Ihnen an. Falls Sie zu dem vorgeschlagenen Termin keine Zeit haben, vereinbaren Sie bitte direkt mit dem/der Erhebungsbeauftragten einen neuen Termin.

Ein Interview dauert ungefähr zwischen 30 und 40 Minuten. Die Dauer hängt auch davon ab, ob Sie in einem Ein- oder Mehrpersonenhaushalt leben und ob Sie erwerbstätig sind oder nicht.

Woran erkenne ich die Erhebungsbeauftragten des Thüringer Landesamtes für Statistik?

Alle Erhebungsbeauftragten verfügen über einen Interviewerausweis des Thüringer Landesamtes für Statistik. Der Ausweis ist gültig in Verbindung mit dem amtlichen Personalausweis und ist Ihnen auf Verlangen zusammen mit dem Personalausweis vorzuzeigen.

Welche Fragen werden gestellt?

In unserem Muster-Fragebogen können Sie sich einen Überblick über die Fragen verschaffen.

Was passiert mit meinen Daten?

Alle erhobenen Einzelangaben unterliegen dem Datenschutz und der statistischen Geheimhaltung und werden weder veröffentlicht noch an Dritte weitergegeben. Die Angaben dürfen nur für die gesetzlich bestimmten statistischen Zwecke verwendet werden. Nach Eingang und Prüfung der Daten im Statistischen Landesamt werden diese anonymisiert, das heißt Namen und Anschrift werden von den Erhebungsmerkmalen getrennt gespeichert. Die Daten werden anschließend zusammengefasst und als Landes- und Regionalergebnisse weiterverarbeitet und veröffentlicht. In allen Daten, die statistisch ausgewertet und veröffentlicht werden, sind keine Namen und Anschriften vorhanden und also auch keine Informationen über einzelne Personen.

Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

Die Auskünfte der einzelnen befragten Haushalte werden ausschließlich für statistische Zwecke verwendet und unterliegen dem Datenschutz und dem Statistikgeheimnis, denen auch jeder Erhebungsbeauftragte verpflichtet ist. Die Verpflichtung gilt auch nach Beendigung der Tätigkeit.

Die Erhebungsbeauftragten dürfen die aus ihrer Befragungstätigkeit gewonnenen Erkenntnisse über Auskunftspflichtige nicht in anderen Verfahren oder zu anderen Zwecken verwenden. Jede missbräuchliche Verwendung ist gemäß den Vorschriften des Strafgesetzbuches unter Strafe gestellt.

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt