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Definitionen und Erläuterungen

Gliederung nach Sachgebieten

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Dieser Katalog mit Erläuterungen von Begriffen, die in der amtlichen Statistik verwendet werden, wird ständig weiter vervollständigt und verbessert.
Einzelne Begriffe können je nach Sachgebiet inhaltlich unterschiedliche Bedeutungen annehmen.

Auswahl des Sachgebietes   

BegriffSachgebietErläuterung
AngestellteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Angestellte sind alle nicht beamteten Gehaltsempfänger. Für die Zuordnung ist grundsätzlich die Stellung im Betrieb und nicht die Art des Versicherungsverhältnisses bzw. die Mitgliedschaft in einer Rentenversicherung für Angestellte entscheidend. Leitende Angestellte sind ebenfalls Angestellte, sofern sie nicht Miteigentümer sind. Zu den Angestellten rechnen auch kaufmännische und technische Auszubildende sowie Zivildienstleistende.
ArbeiterArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Arbeiter gelten alle Lohnempfänger. Es ist unerheblich, ob es sich um Facharbeiter, angelernte Arbeiter oder Hilfsarbeiter handelt. Zu den Arbeitern rechnen auch Heimarbeiter, Haushaltsgehilfinnen und gewerblich Auszubildende.
ArbeitsbeschaffungsmaßnahmenArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) fördert die Bundesagentur für Arbeit durch die Gewährung von Zuschüssen oder Darlehen an die Träger dieser Maßnahmen die Beschäftigung von zugewiesenen Arbeitnehmern. ABM sind grundsätzlich nur förderungsfähig, wenn die zu verrichtenden Arbeiten zusätzlich sind und im öffentlichen Interesse liegen. Gefördert werden pauschale Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, deren Höhe von der für die Tätigkeit in der Maßnahme erforderlichen Qualifikation bestimmt wird, und gegebenenfalls Sachkosten. Die Förderung darf 12 Monate nicht überschreiten. Arbeitnehmer ab dem 55. Lebensjahr können bis zu drei Jahren gefördert werden.
ArbeitsloseArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Arbeitslose sind Arbeit Suchende bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, die nicht oder weniger als 15 Stunden wöchentlich in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, die nicht Schüler, Studenten oder Teilnehmer an Maßnahmen beruflichen Weiterbildung, nicht arbeitsunfähig erkrankt, nicht Empfänger von Altersrente sind und für eine Arbeitsaufnahme als Arbeitnehmer sofort zur Verfügung stehen. Arbeitslose müssen sich persönlich bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder dem nach SGB II zuständigen Träger gemeldet haben.
Arbeitslosengeld IArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Das Arbeitslosengeld I ist als Leistung der Arbeitslosenversicherung eine Entgeltersatzleistung. Sie soll demjenigen, der eine Arbeit verloren hat und keine neue Arbeitsstelle finden kann, teilweise den Entgeltausfall ersetzen. Arbeitslose, die auf eigene Kosten an einer beruflichen Weiterbildung teilnehmen, können seit dem 1.1.2004 unter bestimmten Voraussetzungen während des Kurses weiter Arbeitslosengeld beziehen. Der Arbeitslose ist verpflichtet, die Maßnahme sofort abzubrechen, wenn eine berufliche Eingliederung möglich ist (§120 Abs.3 SGB III).
Arbeitslosenquote(n)Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Die Arbeitslosenquoten geben den prozentualen Anteil der Arbeitslosen an den abhängigen zivilen Erwerbspersonen bzw. an allen zivilen Erwerbspersonen an. Die abhängigen zivilen Erwerbspersonen umfassen die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten, die Beamten und die Arbeitslosen. Die zivilen Erwerbspersonen umfassen neben den abhängigen zivilen Erwerbspersonen die Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen.
AusländerArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Ausländer gelten nichtdeutsche Arbeitnehmer, Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit, die eine Arbeitnehmertätigkeit im Bundesgebiet ausüben dürfen.
Erwerbsfähige LeistungsberechtigteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als erwerbsfähige Leistungsberechtigte gelten gem. § 7 SGB II Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a SGB II noch nicht erreicht haben, sie müssen erwerbsfähig und hilfebedürftig sein und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben. Als erwerbsfähig gilt gem. § 8 SGB II, wer nicht durch Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Hilfebedürftig ist gem. § 9 SGB II, wer seinen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen erhält. Bis zum 31.3.2011 wurden erwerbsfähige Leistungsberechtigte als erwerbsfähige Hilfebedürftige bezeichnet.
ErwerbstätigeArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Erwerbstätige werden alle Personen angesehen, die einer Erwerbstätigkeit oder auch mehreren Erwerbstätigkeiten nachgehen, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden wöchentlichen Arbeitszeit. Für die Zuordnung als Erwerbstätiger ist es unerheblich, ob aus dieser Tätigkeit der überwiegende Lebensunterhalt bestritten wird oder nicht. Zu den Erwerbstätigen gehören auch Soldaten (einschließlich der Wehr- und Zivildienstleistenden). Nicht zu den Erwerbstätigen rechnen Personen in ihrer Eigenschaft als Grundstücks-, Haus- und Wohnungseigentümer oder als Eigentümer von Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten. Im Fall mehrerer (gleichzeitiger) Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt, sowohl für die Zuordnung nach der Stellung im Beruf als auch für die Zuordnung nach Wirtschaftsbereichen wird die zeitlich überwiegende Tätigkeit zugrunde gelegt.
Nach der Stellung im Beruf wird unterschieden zwischen Selbständigen und mithelfenden Familien-angehörigen sowie Arbeitnehmern.

Die Darstellung der Erwerbstätigen erfolgt als jahresdurchschnittliche Größe, sowohl nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept) als auch nach dem Inländerkonzept (Wohnortkonzept). Welches Konzept verwendet wurde, ist jeweils gekennzeichnet.
ErwerbstätigkeitArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Unter dem Stichwort der Erwerbstätigkeit werden Ergebnisse aus drei verschiedenen Quellen veröffentlicht: Die Daten der Beschäftigtenstatistik werden von der Bundesagentur für Arbeit den Statistischen Ämtern für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt. Daraus werden hier die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort nachgewiesen. Angaben zur Beteiligung der Bevölkerung am Erwerbsleben werden durch Auswertungen der Mikrozensuserhebung gewonnen. Die Arbeitsmarktdaten entstammen den Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit.
FamilienArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Familien sind Ehepaare bzw. allein stehende (ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene und verwitwete) Väter oder Mütter, die mit ihren ledigen Kindern zusammenleben. Zu den Familien gehören auch Ehepaare sowie verheiratet Getrenntlebende, Geschiedene und Verwitwete ohne Kinder. Ledige Personen ohne Kinder zählen nicht zu den Familien. Nach dieser Abgrenzung können in einem Privathaushalt mehrere Familien leben.
Gemeldete ArbeitsstellenArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Hierbei handelt es sich um Arbeitsstellen mit einer Beschäftigungsdauer von mehr als 7 Kalendertagen, die bei der Bundesagentur für Arbeit zur Besetzung gemeldet wurden. Die Arbeitsstellen umfassen nur nicht geförderte Arbeitsstellenangebote am sogenannten ersten Arbeitsmarkt und setzen sich aus drei Arbeitsstellenarten zusammen:
- sozialversicherungspflichtige,
- geringfügige (Minijobs usw.) und
- sonstige Arbeitsstellen (Praktikantenarbeitsstellen usw.).
KurzarbeiterArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Kurzarbeiter gelten beschäftigte Arbeitnehmer, bei denen wegen eines vorübergehenden erheblichen Arbeitsausfalls Entgeltausfall vorliegt und die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
LangzeitarbeitsloseArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Langzeitarbeitslose gelten alle Personen, die am jeweiligen Stichtag der Zählung ein Jahr und länger bei den Agenturen für Arbeit arbeitslos gemeldet waren.
Leistungsberechtigte nach SGB IIArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Leistungsberechtigte Personen nach SGB II sind alle Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft als rechtliches Konstrukt nach dem SGB II im selben Haushalt leben und gemeinsam wirtschaften. Unter Personen nach dem SGB II werden demnach alle in § 7 SGB II aufgeführten "Leistungsberechtigten" zusammengefasst. Sie setzen sich in erster Linie zusammen aus den erwerbsfähigen und nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigen (siehe dazu auch Erläuterungen zu Bedarfsgemeinschaft, erwerbsfähige Leistungsberechtigte und nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte).
Nicht erwerbsfähige LeistungsberechtigteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Alle Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit und eventueller rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten, können als nicht erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft bei Hilfebedürftigkeit Leistungen erhalten.
In Abgrenzung zum nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach SGB II erhalten die nicht erwerbsfähigen Personen, die nicht in Bedarfsgemeinschaften mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten leben, Leistungen im Rahmen der Sozialhilfe gem. SGB XII.
OptionskreiseArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Optionskreise (Optionskommunen) betreuen Arbeitslosengeld-II-Empfänger eigenständig ohne Hilfe der Bundesagentur für Arbeit (BA). Deren Daten zur Arbeitslosigkeit/zum Arbeitsmarkt finden nicht in jedem Fall Eingang in die Statistiken der BA. Teilweise nimmt die BA ergänzende Schätzungen vor. Einige Statistiken werden ohne Angaben zu den Optionskreisen (Optionskommunen) ausgewiesen. Optionskreise in Thüringen sind die kreisfreie Stadt Jena und der Landkreis Eichsfeld (seit 2005) sowie der Landkreis Greiz und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (seit 2012).
PendlerArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Als Pendler gelten Beschäftigte, deren Wohnortgemeinde nicht mit dem gemeindebezogenen Sitz des Beschäftigungsbetriebes übereinstimmt. Zu einem bestimmten Stichtag werden die Beschäftigung anzeigenden Informationen aus dem Meldeverfahren zur Sozialversicherung von der Bundesagentur für Arbeit regional nach dem Arbeitsort über die Betriebsnummer und nach dem Wohnort über die Anschrift des Versicherten zugeordnet. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am angegebenen Wohnort arbeiten, werden in der Ergebnisdarstellung auch als „Auspendler“, Beschäftigte, die nicht am Arbeitsort wohnen bzw. nicht am Arbeitsort gemeldet sind (mit Haupt- oder Nebenwohnsitz), als „Einpendler“ bezeichnet.
Ist der Wohn- oder Arbeitsort eines Beschäftigten nicht bekannt, wird dieser Beschäftigte nicht zu den Pendlern gezählt.
SchwerbehinderteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Schwerbehinderte Menschen im Sinne des SGB IX sind Personen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50, einschließlich Gleichgestellter.
Sozialversicherungspflichtig BeschäftigteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind Arbeitnehmer, die kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig nach dem Recht der Arbeitsförderung sind oder für die Beitragsanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung nach dem Recht der Arbeitsförderung zu zahlen sind. Zu diesem Personenkreis gehören Arbeiter, Angestellte, Auszubildende, Altersteilzeitbeschäftigte, Praktikanten, Werkstudenten, Personen, die aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zur Ableistung von gesetzlichen Dienstpflichten (z. B. Wehrübung) einberufen werden, behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten oder gleichartigen Einrichtungen, Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Berufsbildungswerken oder ähnlichen Einrichtungen für behinderte Menschen sowie Personen, die ein freiwilliges soziales, ein freiwilliges ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst ableisten. Daneben besteht in wenigen Fällen auch für Selbständige Versicherungspflicht in der Sozialversicherung.
Teilnehmer in beruflicher WeiterbildungArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Der statistische Nachweis der Teilnehmer an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung erstreckt sich nur auf die nach dem SGB III geförderte Teilnahme an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen. Die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit besteht dabei in der Übernahme der Weiterbildungskosten (Lehrgangs- und Fahrkosten) im Zusammenhang mit der Weiterbildung und der Zahlung von Unterhaltsgeld.
Wirtschaftszweige (WZ 2008)Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
siehe Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)

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