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ZENSUS 2022

Aktuelles

Start der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung
150 000 Eigentümer und Verwalter von Wohnraum werden um Auskunft gebeten

Mit der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung startet der Zensus 2022 in Thüringen in die heiße Phase. Im Zeitraum von Ende September bis Anfang Dezember 2021 erhalten rund 150 000 Eigentümer oder Verwalter von Wohngebäuden vom TLS ein postalisches Anschreiben mit Zugangsdaten zu einem Online-Fragebogen.
Die Angeschriebenen sind aufgefordert die Korrektheit von Angaben zu ihren Gebäude- und Wohnungsbeständen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, bevor im Mai 2022 mit der eigentlichen Gebäude- und Wohnungszählung (Haupterhebung) begonnen werden kann. Bei Fragen oder Unklarheiten im Rahmen der Vorbefragung hat das TLS unter „Fragen & Antworten“ ein umfangreiches Informationsangebot auf seiner Webseite bereitgestellt.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 285/2021 vom 28. September 2021

Thüringer Landtag beschließt Zensus-Ausführungsgesetz
Weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Zensus erreicht

Der Landtag in Erfurt hat das Thüringer Gesetz zur Ausführung des Zensusgesetzes 2022 (ThürAGZensG 2022) am 23. Juli 2021 verabschiedet. Mit dem Landesgesetz wird die Zuständigkeit des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) für die Durchführung des Zensus in Thüringen geregelt. Darüber hinaus schafft das Gesetz die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass Aufgaben im Rahmen des Zensus auf örtliche Erhebungsstellen in den kreisfreien Städten und Landkreisen übertragen werden dürfen. Die Verabschiedung des ThürAGZensG 2022 stellt somit einen Meilenstein in der Zensusvorbereitung dar. „Das Projekt tritt nun endgültig in eine Phase ein, in der es für breite Bevölkerungsschichten greifbar wird. Als ersten Schritt erhalten jetzt rund 150 000 ausgewählte Thüringer Haus- und Wohnungseigentümer ein Schreiben des Thüringer Landesamtes für Statistik.“, erklärt Dr. Holger Poppenhäger, Präsident des TLS.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 221/2021 vom 19. August 2021

Aktualisierung der Bestandslisten von Wohnungsunternehmen

Im Februar 2020 hat das Thüringer Landesamt für Statistik die Unternehmen der Wohnungswirtschaft um die Übermittlung Ihrer Bestandslisten gebeten.

Um eine Vollständigkeit und Aktualität der Erhebungsdaten zum Zensusstichtag sicherzustellen, werden diese Unternehmen Ende August 2021 schriftlich aufgefordert, Ihre Angaben zum Wohnungsbestand zu aktualisieren. Die Aktualisierungslieferung umfasst dabei eine erneute Komplettlieferung der Wohnungsbestände, für welche die Unternehmen auskunftspflichtig sind. Zusätzlich soll angegeben werden, bei welchen Objekten eine Änderung wie Verkauf, Abriss oder eine Nutzungsänderung erfolgt ist.

Für Objekte, zu denen die Unternehmen keine Auskünfte erteilen können beziehungsweise sollen oder die sich nicht mehr in ihrem Eigentum/ihrer Verwaltung befinden, muss eine Eigentümerliste erstellt werden. Die sogenannte Eigentümerliste umfasst eine Auflistung dieser Objekte mit dem dazugehörigen (neuen) Eigentümer und dessen Anschrift.

Abweichend zur Lieferung der Bestandsliste im Februar 2020 erfolgt die aktuelle Datenübermittlung aus technischen Gründen elektronisch über das Online-Meldeverfahren IDEV der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Nähere Informationen und Erläuterungen erhalten die Unternehmen mit der Anforderung.

Die Übermittlung der Bestands- sowie der Eigentümerlisten ist rechtlich über das Bundesstatistikgesetz und das Zensusgesetz 2021 abgesichert. Der Datenschutz ist sowohl bei der Lieferung der Bestands- und Eigentümerlisten zur GWZ als auch in der Haupterhebung auf Basis der Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016 / 679 sichergestellt.

Der Zensus 2021 wird um ein Jahr verschoben
Zensusverschiebung 2021 zu 2022
© Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Der Bundestag hat am 5. November 2020 einem Gesetzentwurf zur Verschiebung des für 2021 geplanten Zensus um ein Jahr zugestimmt.

Grund für die Verschiebung sind die erheblichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bei den Vorbereitungsarbeiten zum Zensus durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie in den Kommunen.

Die Arbeiten zur Vorbereitung der umfangreichsten statistischen Erhebung in Deutschland waren zeitweise nur eingeschränkt möglich. Auch die notwendige Kommunikation mit anderen Verwaltungen war unter Pandemie-Bedingungen zwischenzeitlich eingeschränkt.

Beschäftigte vieler Kommunen und auch der statistischen Ämter wurden für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt. Auch aktuell werden Beschäftigte aus der öffentlichen Verwaltung zum Beispiel für die Kontaktnachverfolgung abgestellt.

Das Gros der Daten des Zensus wird zwar durch die Auswertung bestehender Quellen wie etwa dem Melderegister gewonnen. Zur Erhebung von Informationen, die nicht in Registern verfügbar sind, sowie zur Qualitätssicherung der Registerdaten sind dennoch Vor-Ort-Befragungen erforderlich, bei denen Interviewerinnen und Interviewer zu ausgewählten Häusern und Wohnungen gehen und persönliche Interviews führen. Dies wäre unter noch geltenden Pandemie-Bedingungen im Jahr 2021 schwer möglich. Zudem konnte die Einrichtung der Erhebungsstellen vor Ort in Folge der Einschränkungen durch die Pandemie nicht wie geplant Anfang 2020 beginnen.

Deutschland verschiebt den Zensus aufgrund der Corona-Pandemie, andere EU-Mitgliedsstaaten aber nicht: Wieso?

Der Zensus ist das größte und komplexeste Projekt der Amtlichen Statistik in Deutschland. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereiten die Befragungen vor, koordinieren die Durchführung und sichern die Einhaltung der Qualitätsstandards. Für die Haushaltebefragungen vor Ort sind die kommunalen Erhebungsstellen sowie Interviewerinnen und Interviewer als sogenannte Erhebungsbeauftragte zuständig. Dabei kommt – wie schon beim Zensus 2011 – ein von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder entwickeltes Verfahren zum Einsatz, das als registergestützter Zensus bezeichnet wird. Hierfür werden in erster Linie bereits vorliegende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. An manchen Stellen sind die Daten aus der Verwaltung allerdings zu ungenau oder liegen nicht vor. Daher wird ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt.

Innerhalb der Europäischen Union gibt es unterschiedliche Voraussetzungen und methodische Herangehensweisen zur Vorbereitung und Durchführung eines Zensus. Daher sind die Vorbereitung und Durchführung des Zensus in den EU-Mitgliedstaaten durch die Corona-Pandemie unterschiedlich stark beeinträchtigt. Frankreich setzt zum Beispiel auf einen sogenannten rollierenden Zensus: Dabei gibt es nicht einen Zensusstichtag für alle. Stattdessen wird jedes Jahr nur ein Teil der Bevölkerung befragt. In Österreich oder Norwegen gibt es einen registerbasierten Zensus, bei dem ausschließlich bestehende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt werden und keine Befragungen notwendig sind. In Deutschland hingegen werden zwar vorwiegend bereits vorliegende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, diese werden allerdings durch Befragungen eines Teils der Bevölkerung ergänzt.



Weiterführende Informationen auf der Internetseite des ZENSUS 2022  .

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt